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Mittwoch, 9. März 2011

Nachschlag: Kensuke Koike

Weil ich von seiner Reise nach Kalifornien sprach, ohne Bilder zu zeigen, gibt es heute noch mal einen Nachschlag. Und es ist mir schwer gefallen, eine Auswahl zu treffen. Entschieden habe ich mich für Spiderman, der an einem regnerischen Tag über den Walk of Fame schleicht:


Und für dieses Gefährt auf einem Behindertenparkplatz:


Um das komplette Album einsehen zu können, muss man sich mit Kensuke Koike schon auf facebook befreunden.

André Debus

Sonntag, 6. März 2011

Kensuke Koike - neue Arbeiten

Es gibt Künstler, deren Arbeit ich mit Freuden verfolge. Dazu gehört Kensuke Koike. Auf ihn aufmerksam gemacht habe ich ja bereits auf diesem Blog. Doch hat er zuletzt eine außerordentlich bemerkenswerte Weiterentwicklung hingelegt. Besonders gefällt mir sein YouTube-Projekt, in welchem man verschiedene Wesen interaktiv morphen kann. Dazu muss man wahlweise auf ein Kästchen links oder rechts, oben oder unten drücken, um die nächste Kombination aufzurufen. Achtung, macht süchtig:



Mit seinen Fotocollagen habe ich ihn das letzte Mal hier vorgestellt. Diese hat er sehenswert weiterentwickelt, etwa in seinem analogen Morphingprojekt, in dem er zwei Fotoportraits mit dem Cutter ineinander geschnitten hat. Oder seine Aliens' Lounge, vier großformatige Fotodetailcollagen als wandfüllende Installation. Hier ein Detail:


Wunderbar auch seine Reise nach Kalifornien. Im Stile einer klassischen Fotoreportage schoss er täglich besondere Begegnungen und stellte sie auf facebook ein. So war man live dabei als nach und nach ein Album in der Qualität eines teuren Bildbandes entstand. Kensuke Koike ist für mich wirklich ein außergewöhnlicher und vielseitiger Künstler den zu beobachten sich lohnt: www.kensukekoike.com

André Debus

Sonntag, 20. Februar 2011

Sonntags sehen wir fern.

Heute eine Arte Dokumentation zu Andreas Gursky. Achtet kritisch auf die Zwischentöne.



Achtung! Hier gehts zu den 3 weiteren Teilen der Dokumentation.

ein Tipp von Axel Gercke

Freitag, 7. Januar 2011

Jessi Henrika Rannikko

Jetzt bin ich über gemeinsame Bekannte auf eine junge Fotografin aus Turku gestoßen. Turku liegt in Finnland (ich schreibe es sicherheitshalber mal, denn ich wusste es vorher nicht) und hat auch eine eigene Akademie der Bildenden Künste. Jedenfalls passiert es mir nicht zum ersten Mal, dass mir skandinavische Künstler auffallen. Schon mehrfach haben wir über Norweger, Schweden und Finnen auf diesem Blog geschrieben. Vielleicht sollte man diese nordischen Ausbildungsstätten wirklich ein wenig im Auge behalten. Abseits des zentraleuropäischen Marktes hat sich hier eine erquickliche Qualität entwickelt.

Jessi Henrika Rannikko gefällt mir besonders mit ihren Fotoinszenierungen. Hier ein Bild aus ihrer Serie "100 Days/Visual Diary":

Day #8

Schön finde ich ihren Humor, den man hinter der nordischen Melancholie der Fotografien nicht gleich vermuten würde. Hier ihre nette Erklärung zur Serie: "To avoid misunderstandings here's one of my comments which may give some clarity: '...it's not really a manner...as you can read from the description of this set, I bought a new better camera and didn't take any pics for like many weeks until I realised that only very STUPID people buy things they don't use. Then I ordered myself to take one self portrait per day for 100 days. The reason why I picked self portrait was because I prefer portraits, and because self portrait is the easiest way to start and it is also very therapeutic. I also have a little book where I write some phrases that describe the day best, and most of all - I draw. Draw because I'm a fine arts student and I must figure a way to make something that doesn't cause me stress so that I don't get totally locked.'"

day #18

Die Inszenierungen stellen den Hauptteil ihrer Arbeit. Weiterhin gibt es feine Experimente mit der Lochkamera, raumgreifende Installationen, Zeichnungen und auch einige charmante Druckgrafik von ihr zu sehen. Wo? Hier. Meine unbedingte Linkempfehlung zum Wochenende.

André Debus

Donnerstag, 18. November 2010

Manfred Kage und die zweite Erfindung der Horrorfilmmonster

Die Alfred Ehrhardt Stiftung in der Auguststraße in Berlin Mitte zeigt Mikrofotografie einer Ameise als bildfüllendes Monster, das einem Gozilla Film alle Ehre gemacht hätte oder eben auch in den für die 1950er Jahre typischen Horrorfilmen mit in verändertem Größenmaßstab in gewöhnliche Sets montierten Insekten aller Art erinnert. Milben, von Manfred Kage fotografiert sehen aus wie auf einer Schieferfläche geparkte VW Käfer.


Natriumchlorid wirkt wie einer der hässlichen 1960er Blocks, wie sie in unser aller Innentstädten noch heute herumstehen.


Manfred Kages preisgekröntes Meisterstück ist ein mit einem Haar aus dem Wimpernkranz eines Meerschweinchens (wozu man Haustiere doch alles verwenden kann!) auf den Fühler einer Ameise montierten Zahnrades eines Mikromotors.


Absurd und sehenswert!

4. Europäischer Monat der Fotografie
Mikrofotografie
Retrospektive Manfred Kage
2. Oktober 2010 - 9. Januar 2011
Alfred Ehrhardt Stiftung
Auguststr. 75
10117 Berlin
Di bis So 11-18h
Do 11-21h

Joas Sebastian Nebe

Mittwoch, 7. April 2010

Heimatland

Zwei Fotografen, Ursula Sprecher (*1977) und Julian Salinas (*1967), erkunden die Schweiz. Bekannte Bewohner des Landes machen sich Gedanken über den Begriff Heimat. Das Buch über das Zusammentreffen von Mensch, Gedanken und Landschaft ist sehenswert!

Interessant finde ich die Präsentationsform, die auch Kuros für das kleine Heft über die Gruppenausstellung in München gewählt hat. Die elektronischen Magazine sind in eine Homepage integrierbar wie Videos von grossen Plattformen. Vom simplen Katalog oder dem Ferienfotoalbum bis zur hochstehenden Kunstpublikation und dem sorgfältig gemachten "artzine" ist eine breite Palette von Publikationen zu finden.

Elisabeth Eberle

Montag, 28. Dezember 2009

Kensuke Koike

Manche internationale Wettbewerbe sind so ausgelegt, dass man Gelegenheit hat, die Werke der Konkurrenz einzusehen. Solche Gelegenheiten liebe ich um meinen Horizont zu erweitern. Auch um Vorurteile auszuräumen. Von Sprösslingen italienischer Akademien hielt ich bislang wenig bis gar nichts. Die Ausbildung dort ist nämlich ziemlich weltfremd. Doch auch dort findet man Perlen. So den Japaner Kensuke Koike, der in Venedig studiert hat und einen witzigen Fotocollagestil praktiziert.Die auf den ersten Blick etwas maniriert wirkende Vorgangsweise relativiert sich, wenn man die Vielfalt seiner Bildeinfälle subsummiert. Letztenendes gibt ihm sein internationaler Erfolg recht.Harte Zeiten, harte Konkurrenz. Der Besuch seiner in Überarbeitung befindlichen Seite ist empfehlenswert: www.kensukekoike.com

André Debus

Mittwoch, 4. November 2009

Mikrowelten

Nikon schreibt jedes Jahr einen Wettbewerb für Fotografien durch das Mikroskop aus. Es ist unglaublich, was durch Linsen alles zu sehen ist.
(Fotografie von Gerd Guenther)

Mich hat diese vielfältige Welt schon immer beeinflusst und nun erschliesst sich ein riesiges Reservoir, wo ich immer wieder hineinschauen kann: www.nikonsmallworld.com

Elisabeth Eberle

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Tabletop-Fotografie

Am Montag habe ich Gerd Meusel, einen der Pioniere der Tabletop-Fotografie kennengelernt. Tablewas? Da musste ich erst mal recherchieren.

Dabei handelt es sich um eine ganz einfache Vorgehensweise um Stillleben zu fotografieren. Die zu fotografierenden Gegenstände werden auf einem Tisch arrangiert. Eine weiße oder wahlweise auch farbige Stoffbahn ist glatt unter dem Objekt bis in den Rückraum aufgespannt. Eine besonders einfache Vorrichtung ist hier zu sehen:Auch wenn man keine professionelle Beleuchtungsanlage hat, stören Schatten bei dieser Vorgehensweise eigentlich nie, sie sehen durch den Hintergrund fast immer ästhetisch aus. Mit Softboxen kann man natürlich den Schatten soweit minimieren, dass der Gegenstand zu schweben scheint. Die Wirkung der Tabletop-Fotografie ist verblüffend:Tatsächlich sind diese aufwändig erscheinenden Hintergrundeffekte mit einfachster Technik zu bewerkstelligen. Je nach dem, wie die Stoffbahn arrangiert wird (weiche Rundung, harter Knick, welcher Winkel), lassen sich interessante Effekte erzielen. Helle Gegenstände können vor dunklen Papieren oder Stoffen fotografiert werden.

Ich glaube wenn man hier mal anfängt zu experimentieren hat man ein neues Hobby. Hier noch ein Link zu interessanten Tabletop-Eigenbauten.

André Debus

Mittwoch, 30. September 2009

Daniel Sabranski

Mit Daniel Sabranski möchte ich Euch einen weiteren starken Vertreter junger Fotografie vorstellen. Nach seinem Studium an der UdK Berlin bei Prof. Christiane Möbus und Abschluss als Meisterschüler zog er nach Nürnberg. So kommt es, dass ich plötzlich einen sehr erfolgreichen Ateliernachbarn habe, der sich bereits über einige prominente Ausstellungen und Verkäufe freuen kann. Und zwar nicht umsonst. Er hat einen sehr eigenen Zugang zur Fotografie entwickelt, die man vielleicht besser als fotografische Dokumentation manuell erstellter Camouflagen bezeichnen sollte:Gerne taucht Daniel Sabranski als Darsteller in seinen Bildern auf. Sehr speziell ist auch sein Ansatz konsequent mit analoger Fotografie zu arbeiten, die er bei Bedarf aufwändig collagiert. So entstehen surreale Nachahmungen digital bearbeiteter Ästhetik. Ein spannender Ansatz unsere neuzeitlichen Sehgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Nicht übersehen sollte man Daniel Sabranski als Videokünstler, einen Überblick bietet hier sein YouTube Konto.

Auf den Geschmack gekommen? Es stehen einige Ausstellungen an. So in der Samuelis Baumgarte Galerie in Bielefeld. Vernissage ist am 10.10 ab 18.00 Uhr. In Nürnberg eröffnet am Sonntag, den 4. Oktober die Gruppenausstellung "Ich bin Kunst" im Galeriehaus Defet. Neben Daniels Arbeiten darf man sich hier ganz allgemein auf eine super kuratierte Show (Kurator: Eva Schickler M.A.) freuen.

Die Zeit hat einen schönen Artikel über Sabranskis Arbeiten herausgebracht. Und natürlich hat er auch eine Homepage: www.sabranski.de

André Debus

Freitag, 5. Juni 2009

Elly Prestegård

In ihren Bann gezogen hat mich die Norwegerin Elly Prestegaard mit ihren magischen Fotomontagen, die sie mit Plastikspielzeugen und vielen anderen Figuren und Landschaften schichtet, die mich mit einer weiten Palette von Gefühlen, Assoziationen und magischer Tiefe in die eigene Kinderwelt zurückblicken lassen.Sie ist eine Geschichtenerzählerin, die in ihrer Arbeitsexpedition Erinnerungen und Träume, Zukunft und Vergangenheit kunstvoll verwebt. Sie unterscheidet nicht zwischen Arbeiten und Leben, das sie als ständig sich verändernde Collage bezeichnet.Sie schichtet digital, fotografiert, druckt, zeichnet und malt und hat kürzlich in einem wichtigen nordischen Fotowettbewerb den zweiten Preis gewonnen. Ihr Kinderportrait wurde für die Titelseite des Katalogs ausgewählt.

Elisabeth Eberle

Mittwoch, 3. Juni 2009

Bernhard Winkler

Heute stelle ich Euch einen Fotografen vor, den ich schon seit längerem mit großem Gefallen beobachte: Bernhard Winkler.

Nach einem Studium der Visuellen Kommunikation an der HdK Berlin arbeitete er zwanzig Jahre als Kameramann, bevor er sich 2001 als künstlerischer Fotograf selbstständig machte. Wohl von diesem Vorweg ist ihm ein individuell gehandhabtes Markenzeichen geblieben - lange Belichtungszeiten. Hier ein Bild aus seiner Serie Menschen:Durch diese langen Belichtungszeiten wirken Bernhard Winklers Arbeiten wie gemalt. Die harmonischen, erdigen Farben erzeugen eine traumhafte, manchmal auch etwas melancholische Grundstimmung. Aus seiner Serie "Landschaft":Mehr dieser wunderbaren Fotografien gibt es auf seiner Homepage zu sehen: www.bernhardwinkler.de

Montag, 18. Mai 2009

Fotomekka

Winterthur ist in der Schweiz das Fotomekka mit seinem Fotomuseum und der Coalmine-Fotogalerie, die nun mit neuer Webarchitektur ganze Ausstellungen ins Netz stellt, die physisch nicht besichtigt werden können. Photomuseum Winterthur, Foto von Christian Schwager, 2003

Mich faszinieren die neuen Möglichkeiten von Onlineausstellungen, weil sie räumliche Begrenzungen sprengen können.Aus dem Pressetext von Coalmine online: "Coalmine online will keinen dreidimensionalen Raum nachbilden, sondern besteht aus einer Ausstellungswand, die theoretisch unendlich lang ist. Die benutzerfreundliche und ausgeklügelte Programmierung des Ausstellungseditors bietet grösste Freiheit bei der Gestaltung von Bildsequenzen. Coalmine online ist modular aufgebaut und wird zur Zeit noch weiterentwickelt. Ab Herbst 2009 werden wir auf Coalmine online auch Ton- und Videodokumente veröffentlichen können."

Die beiden Homepages sind ein unerschöpflicher Fundus für Fotointeressierte:Aus der Ausstellung "Tschernobyl heute" ein Foto von Oded Balilty: "Leere Straße in der kontanimierten Zone. 3. April 2006"

Elisabeth Eberle

Mittwoch, 13. Mai 2009

Gigapixel und andere Spielereien

Im Tages Anzeiger erschien ein spannender Artikel mit Links zu Gratissoftware für Fotobegeisterte. Auch mit bescheidener Ausrüstung steht uns nun eine erstaunliche Palette des Zusammenfügens von riesigen Mengen von Fotos zur Verfügung! Panoramabilder, Kugelpanoramen, Mosaikbilder, Stitchen (sogar von Aufnahmen vom Mobiltelefon), Fotos zu Schriftzügen oder vorgegebenen Formen zusammenfügen: Dies alles ist nach etwas Einarbeitung nun für alle zugänglich!

Auch tiltshift-Effekte, die Landschaften aussehen lassen, als seien sie Nahaufnahmen aus einer Modelleisenbahn, sind ohne teures Objektiv möglich:Jeder von uns kann sich nun als kleiner Gursky fühlen und auch Neues entwickeln.

Elisabeth Eberle

Montag, 11. Mai 2009

Rabea Eipperle

Heute möchte ich Euch in meinem ersten Gastblog eine junge Fotografin aus Berlin vorstellen: Rabea Eipperle.

Vor etwa 2 Jahren ist sie mir beim Stöbern mit einer Freundin im Internet aufgefallen. Wir entdeckten die Serie "Mit uns ein Gefühl" und waren sofort mehr als hingerissen.Diese charmante und selbstverständliche Selbstinszenierung der Künstlerin neben den Bodybuildern hat uns direkt in ihren Bann gezogen. Gibt man den Bildern ein paar Sekunden Zeit zu wirken, entfaltet sich eine doch etwas beklemmende, wenn auch sehr interessante zweite Ebene, welche weit ab ist von der ersten Sensation des Betrachtens und dem anfänglichen Schmunzeln.In Kürze kann man Bilder von Rabea Eipperle im Frankfurter Kunstverein bewundern:

"Gemeinsam in die Zukunft"
10.07.2009 - 04.10.2009

Eröffnung am 09.07.2009

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44, 60311 Frankfurt am Main

und weitere interessante Arbeiten unter
www.rabeaeipperle.de


Florian Aschka

Freitag, 3. April 2009

Grüezi

Gerne nehme ich den Ball von André auf und stelle einen hervorragenden Fotoband über weitere Besonderheiten in den Alpen vor: ‚Grüezi‘ - von Andri Pol (Fotograf) und David Signer (Journalist und Ethnologe mit Promotion in Psychologie), die mit Kamera und Texten Widersprüchliches, Alltägliches, Mittelmässiges, Internationales, Absurdes, Fremdes und allzu Menschliches in unserem Alpenland festgehalten haben. In mir ruft dieses Werk eine Mischung aus Erheiterung und Verzweiflung hervor!
Viele der Fotos können auf Andri Pol’s Homepage angeschaut werden.

Elisabeth Eberle

Freitag, 6. März 2009

Phillip Toledano

Vor ein paar Tagen habe ich einen Photographen par excellence im Internet gefunden. Er ist mir schon vor längerer Zeit in einem Forum aufgefallen, nun aber habe ich seine Homepage besucht und bin völlig begeistert von der hohen durchgehenden Qualität seiner Serien: Phillip Toledano. Ich möchte gerne aus seiner Serie "hope & fear" hier zwei Arbeiten zeigen, rufe aber dringend dazu auf seine Homepage zu besuchen, um auch die anderen Serien zu sehen.Auf seiner Homepage findet Ihr eine Serie auf der Phillip Toledano häusliche Szenen mit seinem alten Vater dokumentiert - eine Liebeserklärung auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite ein selten universales Zeugnis für das Altern schlechthin. Viel Humor und Seltsamkeit findet man in den Serien "arctic" und "another place". Psychologisch wertvoll auch die "phonesex" Serie. Aus dem "american giftshop" hätte ich mich nicht getraut hier Bilder einzustellen, so unangenehm direkt sind die Aussagen.Also meine uneingeschränkte Empfehlung an alle, die sich für Photographie interessieren: seht Euch Phillip Toledano mal näher an - es lohnt sich.

Freitag, 12. Dezember 2008

Florian Aschka

Und wieder einmal ein junger Künstler bei dem Ihr in zwei Jahren ausrufen werdet: "Ja den hat uns der André doch schon längst empfohlen".

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass sich Florian Aschka als Fotograf etablieren wird. Die Optik seiner Bilder greift Zeitgeisttendenzen auf, bleibt dabei aber einzigartig individuell.Besucht doch mal seine MySpace Seite, ein Portfolio findet Ihr hier, und ein Interview - allerdings auf italienisch - auf den Seiten 40 bis 43 des Lifestylemagazines Inesco.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Magische Landschaft 1

Eine der magischsten Landschaften der Schweiz ist die Silser Ebene mit Blick über den See. Sie hat unzählige Künstler und Schriftsteller inspiriert, z.B. Ferdinand Hodler, Giovanni Segantini, natürlich Nietzsche, Hermann Hesse, um einige zufällig zu wählen. Mich blockiert die auf einer esoterischen Skala als Kraftort hoch bewertete Umgebung als Künstlerin, weil sie so überwältigend perfekt ist. Es gibt keinen Moment, der gleich ist wie der andere in diesem hohen Südtal mit dem magischen Licht und den Wetterkulissen. Ist der See einmal schwarzgefroren, kommt abends in der Dämmerung noch die unheimliche Musik der sich verändernden Spannung des Eises hinzu. Bin ich dort mit dem Fotoapparat unterwegs, rätsle ich, welche Künstler sich hinter den anderen Fotoapparaten verbergen. Seht Euch den Atlas mit den gesammelten Fotos von Gerhard Richter an. Fotografieren und übermalen sind seine Antworten. Trotzdem hab ich’s vor zwei Jahren gewagt, meine manuelle Drucktechnik fotografisch auszuloten, die Stimmungen mit unterschiedlichem Farbauftrag zu verändern und habe meine Umgebung damit in zwei Lager gespalten.
Elisabeth Eberle