Freitag, 9. Januar 2009

Wir sind jung und brauchen das Geld!

Die Tage bin ich auf ein besonders sympathisches Kunstprojekt gestoßen. Zwei Studenten der UdK Berlin bereiten sich auf ihr Diplom vor. So weit noch nichts besonderes. Aber jetzt kommt es: Yvonne Feller und Florian Flechsig treten dazu in einen Wettstreit, wer von den beiden innerhalb eines halben Jahres zuerst eine Million Euro zusammenbekommt. Dass ganze wird auf ihrer Webseite dokumentiert:
www.wirsindjungundbrauchendasgeld.deAlso gründet Florian eine UFO-Sekte die sich (ihn) über Mitgliedsbeiträge finanziert. Yvonne spielt Gitarre am Brandenburger Platz (toll: der Video mit Yvonnes ersten Spielversuchen an der Gitarre :-). Diese und viele weiterer vergnüglicher Ideen findet Ihr, wenn Ihr die Seite besucht.

Ich wünsche den beiden viel Erfolg und noch viel mehr Spaß an der Erkenntnis wie sehr man seine Lebenszeit selbstständig gestalten kann. Vielleicht nimmt sich ja auch der eine oder andere Besucher davon etwas mit.

Kommentare:

Axel hat gesagt…

täusch ich mich oder hat das einen leicht arroganten beigeschmack?!

André Debus hat gesagt…

Seh ich eigentlich nicht so. Schließlich ist der Standpunkt klar ironisch - die Million Euro kommt nicht zusammen. Dass die beiden jetzt in verschiedene Rollen schlüpfen um Geld damit zu verdienen halte ich nicht für anmaßend da sie ja auch das Scheitern mit einbeziehen. So ist Yvonne ohne Kenntnisse mit der Gitarre öffentlich aufgetreten, hat dabei aber auch nichts eingenommen. Letztenendes bleibt die lustige Aktion, die mit der unterhaltsamen HP gut aufgezogen wurde.

Axel hat gesagt…

zitat yvonne: "Irgendwie kamen wir darauf, wie ungerecht es doch ist, dass viele unspannende und unangenehme Menschen so viel Geld haben, obwohl man selbst und andere viel toller sind und es viel eher verdient hätten." neben der ironie - die immer ein wenig arroganz bzw. superiorität dem thema gegenüber beihnhaltet - geht es natürlich um selbstdarstellung - siehe quiz-show. bei dem momentanen problem des auseinanderdriftens der gesellschaft wünschte mir eine etwas ernsthaftere herangehensweise, bzw. etwas, das einen mehr an die eigenen grenzen zwingt. du hast recht - letztenendes bleibt die lustige aktion, viel mehr aber nicht.

André Debus hat gesagt…

Da muss ich Dir natürlich auch recht geben, die eine oder andere Formulierung ist unglücklich gewählt. Ich persönlich empfinde solche Äußerungen als im positiven Sinne trashig. Man stampft ein Projekt raus dass ne Menge Spaß bereitet, aber nicht alles ist konsequent bedacht...