Donnerstag, 30. Juli 2009

Preisverleihung NN-Kunstpreis

Gestern Abend war die Preisverleihung des NN-Kunstpreises. Anders als in den letzten Jahren gab es nur Einlass wenn man auf der Gästeliste stand. So versammelte sich also ein höchst exklusiver Haufen der Stadtobersten von Wirtschaft und Politik und dazwischen ein Haufen Bussi-Bussi-Künstler. Jedenfalls hat mir die künstliche Atmosphäre ohne Normalpublikum sehr widerstrebt. Viele meiner Kumpels haben erst später durch die Hintereingänge hineingefunden - bis dahin war ich schon bedient. Auch ein paar der Aussteller habe ich vermisst.

Aber es gibt auch eine Menge Positives zu vermelden. Sehr gefreut habe ich mich über den mit 8500 € dotierten Sonderpreis des Verlegers, der an Rainer Funk ging. Rainer leitet die Maltechnikwerkstatt unserer Akademie und wir unterhalten ein sehr angenehmes Miteinander. Die Entstehung des prämierten Diptychons habe ich von Anfang an mitverfolgt:Wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich gerne noch ein anderes Stück mit einer Medaille dekoriert. Den "Schwergewichtsboxer" von Béla Faragó, der mich enorm überraschte, insbesondere weil ich Herrn Faragó eigentlich nur als großformatigen Zeichner kenne:Weiterhin gefreut habe ich mich über den dritten Preis an Ursula Kreutz. Da eine Fotografie als Grundlage für diesen Digitalprint auf Chiffon dient, markiert die Entscheidung der Jury einen Schritt in eine zu wünschende Öffnung der Ausstellung zu neuen Medien hin. Sehr charmant und treffend charakterisiert fand ich das "Knoblauchsland 2" von Lotte Funke, die mit einem Anerkennungspreis bedacht wurde. Auch den Anerkennungspreis an Peter König fand ich im höchsten Maße gerechtfertigt. Einen Preis hätte ich mir vielleicht noch für Tobias Gereon Gerstners "Hippolyte" gewünscht. Und natürlich hätte der langjährige Teilnehmer Rubin Hirschbeck längst einen Preis verdient gehabt. Ich freue mich jedenfalls sehr, an dieser schönen Ausstellung "netter Belanglosigkeiten", wie ein freundlicher Bekannter gestern bemerkte, teilnehmen zu dürfen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Natürlich hätte auch der der Autor des Posts- André Debus einen Preis verdient!

Gruß,
Rubin

André Debus hat gesagt…

Danke Rubin, ich fühle mich geschmeichelt. Gegen den einen oder anderen alten Hasen der Szene kann ich jedoch noch nicht antreten. Nach den beiden Artikeln schaut es für mich ohnehin nicht gut aus die nächsten Jahre. Ich würde mich 2010 schon über eine Teilnahme sehr wundern. Die Artikel wurden von zu vielen Leuten gelesen ;-).